Die Schwarze Kunst

Sau mit Herz Der eigentliche Kulturbeitrag der „Schwarzen Kunst“ ist die Verbreitung von suspektem und mithin fortschrittlichem Gedankengut. Vor Gutenbergs Entwicklung der beweglichen Lettern war der Inhaber der Schriftkultur der Ideologieträger der Feudalherrschaft, nämlich der Priester. (Eine handschriftlich angefertigte Bibel kostete ein Vermögen. Sie wurden nicht gelesen, sondern verkündet.)

Seite aus Gutenbergs 42-zeiligen BibelDie gedruckte und mithin preiswerte Bibel zog ein in den bürgerlichen Haushalt. Überwiegend zwar als Renommierobjekt, aber der Leser hatte immerhin Gelegenheit, die Inhalte selbständig zu interpretieren – ohne den heißen Atem des Pfaffen im Nacken.