Die Skriptsprache Tcl/Tk wurde ins Leben gerufen vom Niederländer John Ousterhout. Frank und frei gesagt, ich hatte ganz schöne Verständnisprobleme beim Einstieg. Tcl ist nicht schwierig, sondern überraschend: es hat den gleichen Typ-Vorrat wie das Batchfile von MS-DOS – nämlich gar keinen. Bzw. alles ist dort String.

Tcl-Tk-Logo Für mein Projekt zu einem Schematext-Editor brauchte ich nicht nur Tk, sondern auch eine vernünftige Dokumentation. Um es nämlich erst mal zu lernen! Bei Perl und Python wird Tk zwar auch eingesetzt, aber bei der Beschreibung wird zuverlässig immer auf die Doku von Tcl/Tk verwiesen – na, und den Tip hab ich dann ja wohl auch befolgt, aber gründlich!


– so, nach meinem Beschluss, Tcl aktiv zu bewerben –

Persönliche Worte

Der ursprüngliche Grund für meinen Einstieg war die GUI-Erweiterung Tk, die zugrunde liegende Programmiersprache Tcl hatte ich nur quasi „mitgenommen“. Deren Grundgedanke ist für den, der schon mal vorher (strukturiert, funktional) programmiert hat, stark gewöhnungsbedürftig. Ich war vorher ein LISPler und folglich erwartungsgemäß konsterniert.

Nach einem Eingewöhnungsprozess von höchstens fünf, sechs Jahren finde ich die Sprache gar nicht so übel. Wenn man bei Lisp von einem „Assembler mit Symbolen“ spricht, so ist bei Tcl ein „Assembler mit Strings“ das angebrachte Sinnbild. Die dazu gehörige Wikipedia (übrigens ausgesprochen freundliche Kollegen!) offenbarte einen wahren Schatz von programmiertechnischen Gemeinheiten.

Leute! Tcl bringts! Wirklich!

(Ursprung – 20.11.2006)

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