Griechischer Rundfunk sendet wieder

Das von der Troika Griechenland auferlegte Spardiktat führte zur Schließung des Öffentlichen Rundfunks. Diese – eigenmächtige – Aktion des griechischen Premiers hat das griechische Höchste Verwaltungsgericht rückgängig gemacht. Griechenland sendet wieder.

Warum ist das eine gute Nachricht? Dazu lassen wir den Blick schweifen in die Quasidemokratie USA (freie Wahlen – zwischen Kotstulle und Einlauf). Dort sind die Radio- und Fernsehsender privat organisiert. Das heißt, die Redakteure haben gemäß Verfassung das Recht, frei und ohne Angst vor Sanktionen die Meinung ihres Chefs zu äußern.

Seinerzeit fanden die meinungsführenden Fox-News den 2. Irak-Krieg schwer in Ordnung. Deren Meinungspropaganda bescherte der politischen Kreatur Geoge W. Bush möglicherweise die 2. Amtszeit. (Möglicherweise deshalb, weil die verwendeten Wahlmaschinen die Stimmabgabe unüberprüfbar machten; ebenso plausibel kann schlichte Wahlfälschung verantwortlich für das Votum sein, nicht Fox.)

Im Dritten Reich lief es mit der gleichgeschalteten Rundfunk- und Pressepropanda noch wüster. Aus dem Grund wurde in Deutschland nach 1945 ein öffentlich-rechtliches Rundfunkwesen nach Vorbild der BBC installiert: frei von staatlicher Kontrolle und – durch Rundfunkbeitrag – im Prinzip unabhängig von privaten Geldgebern.

Das Stilllegen der Öffentlich-Rechtlichen macht das Volk manipulierbarer als ohnehin, denn die Bildzeitung „sendet“ weiter.

(Ursprung – Sonntag, den 23. Juni 2013, 23:26:24 Uhr)

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