Gustl Mollath kommt frei.

Die psychiatrische Zwangsunterbringung Gustl Mollaths trug alle Merkmale einer juristischen Farce, die zum Himmel stinkt. Nachdem das über ein Jahr durch die Presse gegangen ist, hat das Oberlandesgericht ihn heute freigelassen – als Wirkung des Wiederaufnahmeverfahrens, das ebenfalls heute zugelassen wurde.

So, wie es aussieht, hat die Presse ihren Ruf als „Vierte Gewalt“ bestätigt – endlich mal. Bei aller sonst angebrachten Kritik jetzt einmal: Ehre, wem Ehre gebührt.

Nachtrag, insbesondere freut mich für Mollath, dass ihm kein „merkwürdiger Unfall“ mehr zustoßen kann, also zum Beispiel kein „ärztlicher Kunstfehler“ und keine „putative Notwehr“. Bis zum Schluss habe ich diese Option ernstlich in Erwägung gezogen, anlässlich der verfahrensbeteiligten Juristen, deren Eskapaden nahelegten, wie ihnen der Arsch auf Grundeis ging.

Nachtrag 2, Baierns Justizministerin Merk versucht das als Ihren Erfolg zu verkaufen. Zur Erinnerung: in der Sendung Report im ZDF am 9.11.12 hat sie noch anders geklungen.

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(Ursprung – Donnerstag, den 08. August 2013, 10:39:26 Uhr)

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