Die BILD schon wieder

Der Axel-Springer-Verlag hat mich schon wieder mit einer Umsonstausgabe seines Schmierenblattes beehrt. Na ja, die Tonne ist gerade geleert ... was mich zur Frage führt, hat diese kriminelle Vereinigung irgendwelche Vereinbarung mit Awigo? Das Zeugs muss schließlich entsorgt werden. Als Klopapier taugt es nicht, weil verstopft das Rohr.

Schmierenblatt-500

A propos ... wieviel muss Axel Springer an Kachelmann zahlen? Egal, ist immer noch zu wenig. – Schaun wir mal, wie Niggemeier kommentiert:

Bleiben wir noch einmal kurz bei den Fotos, die „Bild“ heimlich von Kachelmann beim Hofgang im Gefängnis aufnahm und veröffentlichte. Und staunen, wie die Rechtsabteilung von „Bild“ sie laut Gericht rechtfertigt:

Hinsichtlich der Fotos des Klägers in der JVA sei sich der Kläger der Beobachtung durch Fotografen bewusst gewesen und habe es billigend in Kauf genommen, dass er während des Hofgangs fotografiert worden sei. Ferner zeigten die Fotos den Kläger im Innenhof der JVA, der vom öffentlichen Straßenraum aus einsehbar sei. Zudem habe die Beklagte in Ausübung ihrer „Wachhundfunktion“ aus Anlass einer jeweils neuen Entwicklung im Ermittlungs– und Strafverfahren gegen den Kläger aufgrund eines aktuellen Berichterstattungsinteresses berichtet, so dass die Darstellung der Fotos im Zusammenhang mit dem Strafprozess gegen den Kläger, insbesondere der Untersuchungshaft in der JVA, seinem Umgang mit der wiedergewonnenen Freiheit nach Aufhebung des Haftbefehls und der Gewährung eines Prozessurlaubs in Kanada, stünde.

Das Gericht sieht darin hingegen einen Eingriff in den Kernbereich der Privatsphäre.

Das und noch viel mehr. Weitere Links zum Urteil Kachelmann gegen BILD:

... und ungezählte mehr.


Nachtrag – Axel-Springer-Bashing ist so schön – die verlieren gerade einen Prozess gegen Adblock Plus. Zitat:

Nach Angaben von Eyeo erklärten die Springer-Anwälte dem Gericht in einem Schriftsatz:

Das Kerngeschäft der Klägerin ist die Vermarktung von Werbung. Journalistische Inhalte sind das Vehikel, um die Aufmerksamkeit des Publikums für die werblichen Inhalte zu erreichen.

Für den Schutz dieses Kerngeschäfts habe der Verlag im Verfahren gerichtliche Hilfe gesucht und gefordert, es solle keinem Produkt erlaubt sein, Werbeanzeigen im Internet zu blockieren.

Sehr schön: die Werbung, nicht die Inhalte. Um es mit fefe zu sagen: da war der Zensor wohl gerade pinkeln.


Nachtrag zwo – der Aufhänger dieser Seite (das ungefragt gelieferte Revolverblatt, siehe oben) war Axel Springers aromatische Jubiläums-Zugabe zur feindlichen Übernahme der Länder

  1. Brandenburg
  2. Mecklenburg-Vorpommern
  3. Sachsen
  4. Sachsen-Anhalt
  5. Thüringen

Und so schließt sich der Kreis.

(Kommentarfunktion aus.)

(Ursprung – Samstag, den 03. Oktober 2015, 12:11:33 Uhr)

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