Fotogestell für Buchseiten

Um vom Papier- zum Elektrobuch zu gelangen, ist der Scanner die zweitbeste Wahl. Mit meiner prototypischen Konstruktion geht es leichter:

  1. Buch zu einem rechten Winkel (90°) aufschlagen,
  2. auf den Glaskäfig drücken
  3. geradzahlige (linke) Seite zu Fotoapparat wenden und auslösen
  4. ungeradzahlige (rechte) Seite zu Fotoapparat wenden und auslösen
  5. Buch abnehmen, umblättern, weiter machen

Die Plattform mit dem Glaskäfig ist drehbar, und zwar in meinem Prototyp ganz rustikal mit Holzdübel als Achse.

Damit habe ich Spider Robinsons SF-Buch „Für Zeitreisende nur gegen bar“ umgewandelt. Klappte wie am Schürchen. Um Größenordnungen leichter als Scanner-Dateien zu verarbeiten.

Hauptvorteil gegenüber Scanner:

Im nächsten Arbeitsschritt wurden die fotografierten Seiten mit dem Programm scantailor aufbereitet (Fein-Ausrichten, Textbreich eingrenzen, nach reinem Schwarz-Weiß umfärben).

Nach dieser Prozedur wurden die Seiten mit tesseract zu lesbarem Text (UTF-8) umgewandelt, zu einem Dokument zusammengefügt und (zu Fuß) nach HTML umgewandelt.

Zum Korrekturlesen habe ich mein notepadTk aufgebohrt, aber das veröffentlche ich erst nach ausreichendem Härtetest. (Hat ein paar nicht-alltägliche Sonderfunktionen.)

Aus dem HTML erzeugt das Tool pandoc das Epub – bei einfachen Fällen, also nur meistens. Wenn es – so wie hier – layouttechnisch ans Eingemachte zugeht, ist händische Nacharbeit mit sigil erforderlich


Wie immer gilt: zwar gibt es das Buch nur noch antiquarisch, aber ich mache es nicht öffentlich verfügbar (keine Traute; will den Anwälten ihre wertvolle Zeit ersparen und mir meine wertvolle Knete). Wenn aber jemand mal vorbei kommt und zufällig'n Stick bei hat ... und Emails mit Fragen nach Tipps zum Selbermachen werden gerne beantwortet!

(Ursprung – Donnerstag, den 04. August 2016, 23:31:52 Uhr)

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