Macht durch Verleumdung

Margarete Stokowski sinniert in ihrer Kolumne bei SpOn über die Macht, die eine Frau über einen Mann ausübt durch bloßen Belästigungsvorwurf, der sein Ansehen und Karriere ruiniert. Horst Arnold, Thomas Ewers, Jörg Kachelmann lassen grüßen.

Wenn es so wäre: Was hindert uns? Gibt es nicht genug ätzende Leute, die man auf diese Art loswerden könnte?

Und resigniert:

Leider nein. Es gibt für Leute, die mit Missbrauchs- oder Belästigungsvorwürfen konfrontiert wurden, Schlupflöcher von der Größe des Weißen Hauses.

Das ist bemerkenswert. Frau Stokowski lehnt es ab – nicht aus ethischen Motiven, sondern wegen technischer Schwächen – leider. Ansonsten würde sie gern. Wer gut ist und wer böse, das weiß sie genau.

Ihr Männerbild beiseite gelassen – denken wir ihren Ansatz zu Ende. Frau Stokowski schrammt knapp am Aufruf zur Straftat vorbei: eine halbwegs labile Leserin könnte durchaus auf den Gedanken kommen, die Schlupflöcher seien einfach nur abzudichten, und dann heidewitzka. (Mir sind Fälle bekannt.)

Zwei Fragen drängen sich auf: hat Frau Stokowski einen Knall? Verhaltensmerkmale von Borderline scheinen definitiv durch; andererseits halte ich sie für voll schuldfähig.

Zum zweiten, wie sieht die Qualitätskontrolle beim Spiegel aus? Hat deren Rechtsabteilung Stokowskis Text eigentlich vorgelegen? Ich tippe auf Nein.

(Ursprung – Freitag, den 13. Januar 2017, 23:27:48 Uhr)

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