Fragestunde

Der AfD-Abgeordnete Sebastian Münzenmaier stellte am 23. Juni 2021 eine Frage zur möglichen Fehlerhaftigkeit von PCR-Tests: Diese seien als Indikator des Inzidenzwertes in der Vergangenheit die Grundlage von Maßnahmen wie Quarantäne und Lockdowns gewesen.

Laut einer Studie der Uni Duisburg-Essen seien PCR-Tests jedoch nicht in der Lage eine Aussage über die Ansteckungsgefahr eines Getesteten zu machen.

Transkript Merkel ab 1:14, nach Video mitgeschrieben:

Nein, ich stimme der Aussage nicht zu, ich glaube, dass auch, äh, gute wissenschaftliche Antworten, die ich hier nicht wiedergeben kann, zum Beispiel von Herrn Prof. Dr. Drosten, der in seinem letzten Podcast gegeben wurden, ich will nur ganz allgemein sagen, schauen Sie dass (wenn?) Sie sich den, äh, PCR-Wert eines Erkrankten anschauen, dann baut er sich auf, und dann baut er sich nach einem Höhepunkt auch wieder ab, und das heißt, man hat im Verlaufe der Krankheit, wenn man nicht jeden Tag einen PCR-Text machen würde, immer eine bestimmte Verlaufskurve, und davon sind keine, äh, keine davon unterhalb von 25 und keine davon sind keine davon sind über von 25, also mal ist man mehr ansteckend, man kommt ins Anstecken, dann ist man gar nicht mehr ansteckend. Und die einzige Frage ist: haben wir – und wir hatten ja nur eine endliche Zahl von PCR-Tests zur Verfügung – vielleicht meinten die Menschen drei oder vier Tage zu lange in Quarantäne zu sein. Sie können aber mit einem PCR-Test, mit dem Sie zu 100% rauskriegen, ob jemand die Krankheit hat, nicht sagen: ist der auf dem aufsteigenden Ast des PCR-Wertes oder auf dem absteigenden Ast des PCR-Wertes, also weil es gerade andersrum geht, also weil das gerade andersrum geht, müssen Sie sich meine Handbewegung andersrum denken, aber er ist ja genau auf dem selben Stadium der Infektion … ist er, und deshalb glaub ich, dass wir im Großen und Ganzen mit Blick auf die Verfügbarkeit von PCR-Tests verantwortlich gehandelt haben und man natürlich, wenn man unendlich viele solcher Tests verfügbar hat, könnte man vielleicht die Quarantäne hinten und vorne ein bisschen abschneiden, aber das wäre nicht verantwortlich, da ja auch das Individuum nicht weiß, wie sich die PCR-Konzentration dann verändert. Das kann beim einen schnell gehen und beim andern langsam, sie können ja nicht stündlich testen und fragen, ist der jetzt über 25 oder unter 25 und darf ich den auf die Straße lassen. Und deshalb ist das nach bestem Wissen und Gewissen gut gemacht.

Lassen wir den fehlenden Bezug zur Sache außen vor. Was die Kanzlerin getrieben hat: sie hat – abseits der natürlichen Aufgabe des Kanzlers – Fachkompetenz vorgetäuscht.

Die natürliche Aufgabe wäre: Fachkompetenz einholen, bei Streitpunkt Fachkonferenz einzuberufen, Zielsetzung Staatswohl. Erster Anlaufpunkt der Wissenschaftliche Dienst.

Stattdessen hat sie den Fragesteller Sebastian Münzenmaier „an die Wand gequatscht“. In der Branche „Haustürverkauf Teppich“ hätte sie Karrierechancen. Leider wurde sie Kanzlereuse. Und hat mit Methode „an die Wand quatschen“ ein ehemals schönes Deutschland satt vor die Wand gefahren.

Brr.

(Ursprung – Dienstag, den 29. Juni 2021, 11:42 Uhr)